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Open Source beim Mittelstand


Unternehmen setzen zunehmend auf Open-Source-Software (OSS, auch Freie Software genannt). In Qualität und Sicherheit ist sie herkömmlicher Software längst ebenbürtig. Wie das Open-Source-Prinzip aber funktioniert, bleibt vielen Nutzern unklar.

Freie Software, also Programme, deren Quelltext (engl. Source-Code) von jedem genutzt, studiert, verändert und weiter verbreitet werden darf, liegt im Trend. Diese macht den Anbietern proprietärer Software, deren Quellcode nicht frei zugänglich ist, den Markt für Unternehmenskunden zunehmend streitig. War 2004 noch das Jahr des Durchbruchs für OSS, gehören Linux und Co. zu den wichtigsten IT-Themen 2005.

Auch für mittelständische Betriebe kann es sich lohnen, ihre IT auf freie Software umzustellen, denn für viele Anwendungen bedarf es keiner proprietären Programme. Distributoren bereiten frei verfügbare Anwendungen einsatzfertig auf, stellen sie zu einem einfach installierbarem Gesamtpaket (der so genannten Distribution) zusammen und verkaufen das Ergebnis beispielsweise auf DVD. Wer diesen Weg wählt, um OSS zu beziehen, muss mit - wenn auch moderaten - Kosten rechnen. Distributoren und andere OSS-Dienstleister/ -Anbieter bieten zudem Wartungs- und Supportverträge für Open-Source-Produkte an. So können Unternehmen freie Software wie proprietäre Produkte einsetzen.

Oft wird OSS als sicherer in der Nutzung eingeschätzt. Auch wenn viele Argumente dafür sprechen, ist eine solche pauschale Bewertung problematisch. In jedem Falle gilt: Open-Source-Software allein stellt keinen wirksamen IT-Schutz dar, auch wenn sie strukturelle und strategische Vorteile bietet. Eine Absicherung der Unternehmens-Systeme muss unabhängig von den benutzten Anwendungen organisiert sein. Speziell auf mittelständische Unternehmen zugeschnittene Sicherheitsinformationen bietet die Initiative »Mittelstand sicher im Internet«. Auf der Webseite des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit und vom Bundesinnenministerium geförderten Projektes finden sich zahlreiche Informationen, wie Unternehmen ihre IT sichern können.

Quelle: Marketing im Mittelstand